Der Pressedienst
Der Pressedienst der föderalen Polizei ist zuständig für die Informationsübermittlung und die Kontakte mit der Presse. Außerdem stellt er den Sprecher für die föderale Polizei. Der Dienst behandelt Informationsanfragen, Interviewanfragen sowie Anfragen zu Reportagen über die Tätigkeiten der föderalen Polizei. Der Pressedienst unterstützt die Personalmitglieder anderer Dienststellen der föderalen Polizei zudem bei der Organisation von Interviews, der Veranstaltung von Pressekonferenzen oder beim Weiterleiten von Presseberichten.
Der Pressedienst verfügt über einen rund um die Uhr arbeitenden Bereitschaftsdienst, der sieben Tage die Woche erreichbar ist. Journalisten oder Personalmitglieder der föderalen Polizei, die durch einen Journalisten kontaktiert werden oder selbst mit den Medien Kontakt aufnehmen möchten, können sich somit zu jeder Zeit an den Pressedienst der föderalen Polizei wenden
Kontaktaufnahme mit dem Pressedienst
Sowohl Journalisten, als auch Polizeidienststellen und Bürger wenden sich mit ihren Fragen an den Pressedienst der föderalen Polizei.
Im Jahre 2010 erreichten den Pressedienst rund 3.641 Anfragen. Dies stellt einen Anstieg von 21,2% (3.003 Anfragen) im Vergleich zum Jahr 2009 dar. Im Vergleich zum Jahr 2004 stieg die Zahl der eingegangenen Fragen um 86,3%.
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 |
2010 |
1954 |
2259 |
2679 |
2371 |
3003 |
3641 |
1. Anfragen durch die Medien
Im Jahre 2010 befasste sich der Pressedienst der föderalen Polizei mit rund 2800 Anfragen durch Journalisten.
Belgische Medien
2697 Anfragen stammten von belgischen Journalisten (Gesamtanzahl der Fragen).
„Het Laatste Nieuws“ führt mit 177 Anfragen die Liste der Tageszeitungen an (+/- 6,56% aller Anfragen). Der Sender VTM kontaktierte den Pressedienst am häufigsten (233 Anfragen oder 8,63% aller gestellten Anfragen). Was nun die Radiosender betrifft, so führt VRT die Liste mit 191 Anfragen an.
Zeitung |
Anzahl Presseanfragen |
Prozentsatz bezüglich der Fragen durch belgische Medien |
1 |
Het Laatste Nieuws |
177 |
6,56% |
2 |
Belga |
151 |
5,59% |
3 |
De Morgen |
142 |
5,26% |
4 |
Nieuwsblad |
137 |
5,07% |
5 |
Sudpresse |
128 |
4,74% |
Tvs |
Anzahl Presseanfragen |
Prozentsatz bezüglich der Fragen durch belgische Medien |
1 |
VTM |
233 |
8,63% |
2 |
VRT |
183 |
6,78% |
3 |
RTBF |
165 |
6,11% |
4 |
RTL-TVi |
80 |
2,96% |
Radio |
Anzahl Presseanfragen |
Prozentsatz bezüglich der Fragen durch belgische Medien |
1 |
VRT Radio |
191 |
7,08% |
2 |
Q-Music/Joe FM |
120 |
4,44% |
3 |
RTBF Radio |
91 |
3,37% |
4 |
Bel-RTL |
31 |
1,14% |
Ausländische Medien
Journalisten aus 19 verschiedenen Ländern übermittelten insgesamt 103 Anfragen (u.a. Journalisten aus Frankreich, den Niederlanden, Groß-Britannien, den Vereinigten Staaten, Deutschland, Schweden, Russland, Albanien und Brasilien).
Land |
Anzahl Presseanfragen |
1. Frankreich |
36 |
2. Niederlande |
21 |
3. Deutschland |
13 |

Die Top 10 der Anfragen
Die Top 10 der Themen, die durch die Presse aufgegriffen wurden, richtet sich nach dem aktuellen Zeitgeschehen. Verschiedene Themen treten jedes Jahr erneut auf. Wir stellten fest, dass rund 26% der durch die Journalisten gestellten Fragen im Jahr 2010 die Verkehrssicherheit sowie die Computerkriminalität betrafen. Beide Themen nehmen den ersten und den zweiten Platz in der Rangliste von 2010 ein. Dies war ferner bereits im Jahr 2009 der Fall.
|
2008 |
2009 |
2010 |
1 |
Verkehrssicherheit |
381 |
Verkehrssicherheit |
407 |
Verkehrssicherheit |
585 |
2 |
Federal Computer Crime Unit |
199 |
Federal Computer Crime Unit |
183 |
Federal Computer Crime Unit |
183 |
3 |
Zelle vermisste Personen |
100 |
Bahnpolizei |
82 |
Bahnpolizei |
134 |
4 |
Diebstähle |
94 |
Verkehrspolizei |
77 |
Diebstähle |
101 |
5 |
Bahnpolizei |
86 |
Kriminalitätsstatistiken /AND |
66 |
Verkehrspolizei |
81 |
|
|
|
|
Kriminalitätsstatistiken /AND |
81 |
6 |
Verkehrspolizei |
84 |
Diebstähle |
56 |
Gewalt gegen Personen |
61 |
7 |
Drogene |
77 |
Wasserschutzpolizei |
52 |
Drogen |
59 |
8 |
Kriminalitätsstatistiken /AND |
75 |
Zelle vermisste Personen |
42 |
Wasserschutzpolizei |
55 |
9 |
Gewalt gegen Personen |
68 |
Drogen |
41 |
Wissenschaftliche Polizei |
44 |
|
|
|
|
|
Luftunterstützung |
44 |
10 |
Terrorismus |
59 |
Gewalt gegen Personen |
28 |
Traite des êtres humains |
39 |
|
|
|
DVI |
28 |
|
|
Auffallend ist der exponentielle Anstieg der Anzahl Fragen über die Verkehrssicherheit: 585 Anfragen in 2010 im Vergleich zu 407 in 2009 (+43%). Achtung: die Fragen sind unterschiedlicher Art und betreffen unter anderem die Verkehrsunfälle, die Politik bezüglich der Verkehrskontrollen, die Mittel der DAH, die Straßenverkehrsordnung,…
Die Allgemeine nationale Datenbank (AND) und ihr umfangreicher Bestand an Kriminalitätsstatistiken scheint nun auch den Medien besser bekannt zu sein, denn sie stellen immer häufiger Fragen zu diesem Thema.

2. Anfragen durch die Polizeidienststellen
Der Pressedienst wurde 685 Mal durch verschiedene Dienststellen der föderalen Polizei und durch lokale Polizeidienststellen kontaktiert:
- 216 Kontaktaufnahmen oder 31,5% aller Anfragen dienten dazu, den Presseoffizier über ein Geschehnis, einen Unfall oder eine andere Situation in Kenntnis zu setzen. Dadurch wird der Presseoffizier in der Lage versetzt, eventuelle Anfragen durch Journalisten beantworten zu können;
- 21% der Fragen betrafen Rücksprachen mit dem Pressedienst und/oder die Zustimmung des Pressedienstes in Bezug auf Interviews oder Reportagen.
- 12,8% der Anfragen betrafen Kopien von Presseartikeln, Reportagen und Themen aus Nachrichtensendungen;
- 12,4% betrafen Anfragen zur Unterstützung bei der Erstellung von Presseberichten und Kommunikationsplänen für den Dienst Öffentlichkeitsarbeit.
- 10,5% betrafen die Beratung beim Umgang mit den Medien;
- 3,6% wünschten Informationen über die föderale Polizei zu erhalten.
3. Anfragen durch die Bürger
Im Jahr 2010 nahmen 156 Bürger mit dem Pressedienst Kontakt auf, darunter unter anderem Sprecher verschiedener Kabinette oder Studenten, die Fragen in Bezug auf ihre Endarbeit hatten.

Pressemeldungen
Der Pressedienst der föderalen Polizei gab im Jahr 2010 237 Pressemeldungen heraus. Im Jahr 2008 waren es noch 321 und im Jahr 2009 227 Pressemeldungen.
63,7% dieser Pressemeldungen handelten von den Prioritäten und den vorrangigen Phänomenen des Nationalen Sicherheitsplans 2008-2011.
Jede Pressemitteilung enthält Erklärungen und Informationen zu einer oder zu mehreren Prioritäten. Die am häufigsten anzutreffenden Sicherheitsphänomene/Prioritäten im Jahr 2010 bildeten die Themen Verkehrssicherheit, Drogen und Eigentumsdelikte.
Sicherheitsphänomene
NSP 2008-2011
|
Anzahl Pressemeldungen bezüglich eines Sicherheitsphänomens |
Insbesondere * |
Verkehrssicherheit
|
89
|
Geschwindigkeit |
32 |
Fahren unter Einfluss |
43 |
Schwertransporte |
14 |
Drogen
|
61
|
Ausheben von Drogenringen |
2 |
Sicherstellung am Brüssler Flughafen |
6 |
Andere Sicherstellungen |
24 |
Drogenhandel |
29 |
Eigentumsdelikte
|
55
|
Allgemein |
53 |
Metalldiebstahl |
2 |
Gewalttaten |
21 |
|
|
Wirtschafts- und Finanzkriminalität |
15 |
|
|
Menschenschmuggel und -handel |
11 |
|
|
Umweltkriminalität
|
11
|
Abfall |
10 |
Tiertransporte |
1 |
Zelle vermisste Personen |
9 |
|
|
Störungen und Straßenkriminalität |
6 |
|
|
Computerkriminalität |
3 |
|
|
Terrorismus |
2 |
|
|
Jugendkriminalität |
1 |
|
|
Häusliche Gewalt |
0 |
|
|
Sonstiges |
60 |
|
|
Einladungen |
43 |
|
|
EU-Vorsitz |
23 |
|
|
* Pro Pressemeldung sind mehrere Themen möglich.
In Sachen Verkehrssicherheit liegt der Schwerpunkt vorwiegend auf das Thema Fahren unter Einfluss von Drogen und/oder Alkohol. 43 Pressemitteilungen betreffen die zu diesem Thema stattfindenden Kontrollaktionen. Andere Themen, die auch häufig anzutreffen sind, sind die Geschwindigkeit, Übertretungen der Straßenverkehrsordnung und der Transportsektor.
Pressemitteilungen zum Thema Drogen befassen sich vorwiegend mit dem Drogenhandel und mit der Sicherstellung von Drogen (während allgemein stattfindenden Kontrollaktionen oder aber hinsichtlich spezifischer Aktionen bezüglich des Drogenhandels).
Zum Thema Eigentumsdelikte entstanden rund 53 Pressemeldungen, insbesondere über umherreisende Tätergruppen und über Einbrüche in Wohnungen und Garagen. 2 Pressemitteilungen behandelten spezifisch das Thema Metalldiebstahl.

Pressekonferenzen
Im Jahre 2010 veranstaltete der Pressedienst insgesamt 25 Pressekonferenzen. Die Themen dieser Pressekonferenzen waren vielfältig: sie betrafen beispielsweise die Einweihung neuer Gebäude der föderalen Polizei in Gent (Groendreef), handelten von der Kontaktstelle für Betrug bei Fußballspielen, berichteten über das Fest rund um das 15-jährige Bestehen der Zelle vermisste Personen und über den belgischen Vorsitz bei der EU. Letztere Konferenz dienste dazu, die verschiedenen Projekte und Veranstaltungen, die auf der Agenda der belgischen Polizeidienste standen, einem breiten Publikum vorzustellen.

EU-Vorsitz
Von Juli bis Dezember 2010 nahm Belgien den Vorsitz des Rates der Europäischen Union wahr. Dies war für den Pressedienst einerseits eine abenteuerliche Herausforderung. Andererseits entstand dadurch eine Menge zusätzliche Arbeitslast, nicht nur während des Vorsitzes selbst. Auch die monatelangen Vorbereitungen führten dazu, dass das Arbeitspensum des Pressedienstes erheblich anstieg. Für viele Bürger ist Europa alles andere als das Kernthema ihrer Beschäftigungen. Um die europäische Botschaft nun vermehrt in den Mittelpunkt zu rücken, brachte der Pressedienst einfallsreiche und interessante Ansatzpunkte hervor.
Im Rahmen des europäischen Vorsitzes veröffentlichte der Pressedienst, in Zusammenarbeit mit der Direktion der internationalen Polizeizusammenarbeit (CGI), 23 Pressemeldungen und veranstaltete rund 10 Pressekonferenzen. Es handelte sich sowohl um klassische Presse-konferenzen, als auch um Pressekonferenzen über bestimmte Polizeiaktionen auf dem Gelände, zu denen die Presse eingeladen wurde. Die Presse stellte ferner 41 Fragen zum Vorsitz Belgiens.
Der Pressedienst unternahm ferner zahlreiche Anstrengungen, um seinen Pressemitteilungen eine internationale Dimension zu verleihen und entschied sich, die Mitteilungen in Englisch und in Deutsch übersetzen zu lassen und innerhalb der EU-Mitgliedstaaten zu verbreiten. Dies geschah innerhalb eines Netzwerks des Polizeisprechers bei Europol.