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ORGANISATION |
Mission Statement
Auftrag, Vision und Werte
Vergößerung
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Das Mission Statement der föderalen Polizei ist eine Charta, die den Auftrag, die Vision und die Werte der föderalen Polizei darlegt.
Es beschreibt das Fundament der föderalen Polizei, was sie tut und für wen sie handelt (der Auftrag), die Art und Weise, wie sie ihre Aufgaben durchführen möchte (die Vision) und die individuellen Merkmale oder Das Mission Statement der föderalen Polizei ist eine Charta, die den Auftrag, die Vision und die Werte der föderalen Polizei darlegt.
Wir möchten anhand von Fragen und Antworten (Enzyklopädie) den Grund für dieses (neue) Mission Statement aufzeigen. Schließlich ist da noch das Glossar mit den verschiedenen Begriffen des Mission Statements, die auf den ersten Blick abstrakt erscheinen.
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Glossar
Mission statement : Charta mit dem Auftrag, der Vision und den Werten der föderalen Polizei.
Auftrag : Der Auftrag beschreibt das organisatorische Fundament der föderalen Polizei, was sie tut und für wen sie handelt. Der Auftrag der föderalen Polizei ist in dem Gesetz vom 7. Dezember 1998 zur Organisation eines integrierten Polizeidienstes festgehalten.
Vision : Die Vision beschreibt die Art und Weise, wie wir unseren Auftrag durchführen möchten, sowie die Rolle, die die Organisation in Zukunft spielen möchte. Die allgemeinen Leitlinien, die von den hohen Verantwortlichen festlegt werden und die die Entwicklung der Organisation lenken, sind daher von besonderer Bedeutung: Wie möchten wir auf lange Sicht wahrgenommen werden und wie möchten wir dieses Ziel erreichen? Die Vision ist eine Zukunftsperspektive, die anspornt, und die die Mitwirkung aller Personalmitglieder der föderalen Polizei verlangt, egal welchem Niveau oder Dienstrang sie angehören.
Werte : Die Werte sind individuelle Merkmale, die jedes Personalmitglied der föderalen Polizei verinnerlicht haben soll. Es sind grundlegende Bedingungen für die Umsetzung des Auftrags und der Vision. Die Werte müssen verinnerlicht werden. Die Mitglieder müssen den Werten entsprechend handeln.
MISSION
Integrierte Polizei : Die föderale Polizei und die 196 lokalen Polizeizonen bilden die auf zwei Ebenen strukturierte, integrierte Polizei.
Behörden der föderalen Polizei : Die föderale Polizei untersteht dem Minister des Innern und dem Minister der Justiz. Die verwaltungspolizeilichen Aufträge fallen in das Ressort der Verwaltungsbehörden: Bürgermeister, Provinzgouverneure und Minister des Inneren. Die gerichtspolizeilichen Aufträge fallen in den Zuständigkeitsbereich der Prokuratoren des Königs, der föderalen Staatsanwaltschaft, des Kollegiums der Generalprokuratoren und, schließlich, des Ministers der Justiz.
Beitrag zur Sicherheit und zur Lebensqualität in der Gesellschaft : Die Polizei bezieht ihre Legitimität aus der Bevölkerung. Die Grundlage ist das Octopus-Abkommen vom 23. Mai 1998, welches das Prinzip enthält, dass die (föderale und lokale) Polizei sich vorwiegend an die Bevölkerung wenden muss. Alle Tätigkeiten müssen schließlich zur Sicherheit und zur Lebensqualität in der Gesellschaft beitragen.
Nationaler und internationaler Zusammenhang : Die föderale Polizei übt ihre Aufträge auf dem belgischen Staatsgebiet aus. Die Gesellschaft ist vielschichtig geworden und die Kriminalität geht häufig über die nationalen Grenzen hinaus. Deshalb ist die Vorgehensweise der föderalen Polizei überlokal und grenzüberschreitend. Sie pflegt die Zusammenarbeit mit den ausländischen Polizeidiensten und den internationalen Partnern, beispielsweise mit Europol, Interpol,...
Spezialisierte Polizeiaufträge : Die verwaltungspolizeilichen Sonderaufträge sind Aufträge bezüglich der Aufrechterhaltung der Ordnung und insbesondere der Beachtung der Gesetze und Vorschriften, in den Bereichen Präventiveinsatz, Schutz von Personen und von Güter und Beistand von Personen, die sich in Gefahr befinden. Konkret handelt es sich um Aufträge wie die Grenzkontrolle, die Aufgaben bezüglich des Straßenverkehrs, des Bahnverkehrs, des Schifffahrtsverkehrs, Aufgaben der Hafenpolizei, des Hundeunterstützungsdiensts und des Luftunterstützungsdiensts. Die spezialisierte Kriminalpolizei befasst sich in erster Linie mit Verbrechen und Straftaten, die aufgrund ihrer Art besondere (proaktive) Ermittlungen und Untersuchungen erfordern.
Überlokale Polizeiaufträge : Die überlokalen Polizeiaufträge sind Aufträge, die aufgrund ihrer Tragweite oder ihrer Auswirkungen über die Grenzen einer Zone, eines Bezirks oder eines Landes hinausgehen.
Unterstützung : Die Unterstützungsaufträge können operativer Art sein, beispielsweise die Verstärkung der Personalmitglieder einer lokalen Polizeizone durch die Bereitstellung von Personalkräften des Einsatzkorps oder der allgemeinen Reserve bei einem Fußballspiel, das ausarten könnte, oder durch die Mobilisierung eines Observationsteams der Sondereinheiten. Die Unterstützungsaufträge können auch nicht operativer Art sein, beispielsweise indem ein Telefonzentrum eingerichtet wird als allgemeine Kontaktstelle für den Bereich Personalmanagement oder indem Studien durchgeführt werden zum Thema Stress oder Motivation. Sehr häufig tragen die Unterstützungsaufträge zur integrierten Arbeitsweise bei. Auf operativer Ebene ist die Entwicklung der allgemeinen nationalen Datenbank zu nennen (AND) und auf nicht operativer Ebene die einheitliche Anwerbung, Auswahl und Ausbildung des Polizeipersonals.
Der NSP 2008-2011 hebt vor allen Dingen die Tatsache hervor, dass die Unterstützung vor allem den tatsächlichen und legitimen Bedürfnissen der teilnehmenden Parteien, beispielsweise der Dienststellen der lokalen Polizei, entsprechen muss. Diese Unterstützung ist Gegenstand eines genauen Verfahrens und einer Konzertierung mit den Partnern.
Integrierte Arbeitsweise : Auch wenn die föderale Polizei und die lokale Polizei autonom sind, arbeiten sie dennoch eng zusammen und ergänzen sich gegenseitig. Sie gewährleisten gemeinsam die integrierte Polizeiarbeit. Um dieses Merkmal der Integrität noch zu verstärken: :
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Wurde ein nationaler Sicherheitsplan ausgearbeitet mit den Leitlinien der Polizeiaufträge und den Prioritäten. Dieser wird bei der Festlegung der zonalen Sicherheitspläne berücksichtigt;
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Ein einheitliches Anwerbungs- und Auswahlverfahren wurde entwickelt und die Ausbildung wurde ebenfalls vereinheitlicht;
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Alle Polizeibeamte haben ein selbes Statut;
- Ein einziger Kodex der Berufspflichten gilt für alle Mitglieder der Polizeidienste;
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Die Informationsknotenpunkte des Bezirks sind Verbindungsglieder zwischen der föderalen und der lokalen Ebene für den Austausch operativer Informationen verwaltungs- und gerichtspolizeilicher Art;
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Spezialität : Falls eine Handlung eine spezialisierte Polizeimaßnahme erfordert, führt die föderale Polizei diesen spezialisierten Auftrag vorrangig vor der lokalen Polizei aus.
Subsidiarität : Alle Aufträge werden dem lokalen Polizeikorps übertragen, außer, wenn bei diesen Aufträgen der Einsatz einer Sondereinheit der föderalen Polizei erforderlich ist.
In Synergie mit den Partnern : Um zur Sicherheit und zur Lebensqualität der Gesellschaft beizutragen, greift die föderale Polizei ein in Konzertierung und in Zusammenarbeit mit dem Bürger, den verschiedenen Behörden, den lokalen Polizeidiensten und den betreffenden Institutionen (Child Focus, SNCB,...).

VISION
Excellence bei der Polizeiarbeit: Bei der Ausübung der Aufträge muss jedes Personalmitglied der integrierten Polizei die Grundsätze der gemeinschaftsorientierten Polizeifunktion, der informationsgeleiteten Polizeiarbeit und der optimalen Verwaltung (bsp. die interne Präventionspolitik und Politik des Wohlbefindens) anstreben, um in jedem Augenblick die Excellence bei der Polizeiarbeit, d.h. die optimale Polizeiarbeit zu gewährleisten. Jedes Personalmitglied, ob Anwärter, Polizeibediensteter, Polizeibeamter oder CALog, egal welchem Niveau oder Dienstrang es angehört, muss diese Grundsätze bei seiner täglichen Arbeit berücksichtigen.
Gemeinschaftsorientierte Polizeifunktion: Die gemeinschaftsorientierte Polizeifunktion reflektiert die Haltung der integrierten Polizei und definiert ihre Legitimität im Mittelpunkt der Gesellschaft. Diese Philosophie ist Ausdruck ihrer Verankerung in unserer Gesellschaft. Das Konzept stützt sich auf fünf Pfeilen:
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Die externe Orientierung: Die Polizei steht der Gesellschaft nicht gegenüber, sondern befindet sich in ihrer Mitte; sie ist im Gesellschaftsleben eingegliedert. Durch diese Einbettung ist sie sich schnell und vollständig dessen bewusst, was in Sachen Sicherheit und Lebensqualität in der Gesellschaft vor sich geht.
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Das problemlösende Vorgehen: Dieser Pfeiler bezieht sich auf die Identifizierung und Analyse der potenziellen Ursachen der Kriminalität und der Konflikte in der (den) Gesellschaft(en). Die Polizei reagiert nicht nur auf Probleme, die bereits vorgefallen sind, sondern versucht, deren Ursachen zu identifizieren und (rechtzeitig) darauf einzuwirken
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Die Partnerschaft: Die Sicherheit wird über eine vernetzte Vorgehensweise angestrebt, bei der die verschiedenen Partner die Netzglieder einer globalen und integrierten Vorgehensweise sind. Dies verweist auf das Bewusstsein der Polizei, dass sie für die Sorge für die Sicherheit und die Lebensqualität nicht alleine verantwortlich ist und es auch nicht sein will. Der nationale Sicherheitsplan 2008-2011 unterstreicht diesen Aspekt besonders.
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Verantwortung wahrnehmen: Der Pfeiler Verantwortung erfordert die Einsetzung von Mechanismen, durch die die Polizei Rechenschaft ablegen kann in Bezug auf ihre Antworten auf die Fragen und Bedürfnisse der Gesellschaft, in deren Dienst sie sich befindet.
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Empowerment: Dies bedeutet, dass sowohl den Polizisten als auch den verschiedenen Bevölkerungsgruppen Möglichkeiten eröffnet werden müssen, damit sie gemeinsam Probleme der Sicherheit und Lebensqualität angehen, Dienste leisten und für Ordnung und Sicherheit sorgen können. Ein Beispiel dieses Aspektes ist der Beitrag zum Informationsnetz des Viertels und die Zusammenarbeit mit diesen.
Die informationsgeleitete Polizeiarbeit: Unter dem Begriff informationsgeleitete Polizeiarbeit oder intelligence led policing ist das ständige Bestreben der Dienststellen der integrierten Polizei zu verstehen, ihre strategischen, taktischen und operativen Einsätze auf der Grundlage von Informationen über die Unsicherheit, die Lebensqualität, die Kriminalität und die Polizeiarbeit (Erfahrungen und Fähigkeiten) durchzuführen. Die fünf Merkmale dieses Konzeptes sind:
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Zielsetzungen bestimmen: Ein Polizeidienst, der weder über Informationen verfügt, noch über Kenntnisse, ist ohne Führung. Die Informationen und Kenntnisse bilden das Fundament jeder Polizeiarbeit sowie der effizienten und effektiven polizeilichen Arbeitsweise, und dies, sowohl auf Ebene der Polizeigrundfunktion als auch auf Ebene der Sonderpolizeifunktion.
Die Polizei sammelt die Informationen, die sie benötigt, um die Ziele zu bestimmen, um ihre gerichts- und verwaltungspolizeilichen Aufträge zu leiten und mit Bravour zu meistern, die daraus abzuleitenden Ergebnisse in Erfahrung zu bringen, sowie um die Ziele gegebenenfalls nach Bewertung anzupassen. Dies geschieht in Konzertierung mit den zuständigen Behörden und unter deren Leitung.
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Die proaktive und reaktive Arbeit: Die meisten Informationen werden auf reaktive Weise gesammelt und bearbeitet, beispielsweise in Anschluss an einen Unfall. Wenn Hinweise darauf deuten, dass Straftaten geplant werden und/oder die Lebensqualität und die Sicherheit gefährdet sind, ist die Polizei verpflichtet, Informationen zu sammeln und, für alle Fälle, den Behörden Vorschläge zu machen. In diesem Moment werden die Informationen auf proaktive Weise verwaltet.
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Einen Mehrwert bieten: Die Polizei achtet ständig darauf, dass die Informationsverwaltung immer einem wichtigen und konkreten Interesse auf dem Gebiet der Sicherheit, der Lebensqualität, der Kriminalität und der Polizeiarbeit dient.
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Den Austausch gewährleisten: Die Informationsverwaltung verlangt die Zusammenarbeit aller Personalmitglieder der föderalen und der lokalen Polizei, aber auch der Behörden und der Partner. Ohne dieses Streben nach Austausch und Übermittlung von Informationen wäre die informationsgeleitete Polizeiarbeit nur ein Konzept ohne Inhalt. Jede ungeteilte Information oder jedes ungeteilt Wissen ist wertlos.
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Zielorientiert: Die Polizeiarbeit orientiert sich an den Kenntnissen und den Lageberichten in Zusammenhang mit den Ereignissen und Phänomenen. Dies bedeutet ebenfalls, dass die zuständigen Dienststellen konkrete Aufgaben an die anderen Polizeidienste oder an die einzelnen Polizeibeamten übertragen, in dem Ziel, zielorientiert die benötigten Informationen zu sammeln und zu übermitteln.
Eine optimale Verwaltung : Das Konzept der optimalen Verwaltung stellt für die Leiter der verschiedenen Polizeidienste eine große Verantwortung dar, und dies auf allen Ebenen. Es wird von den Leitern erwartet, dass sie ihre Tätigkeiten nach dem Beispiel einer « wagemutigen Führung » (1) ausüben und dass sie Motivation zeigen, Zuhören, Verantwortungssinn besitzen, sowie Integrität und Ausdauer. Die optimale Verwaltung betrifft jedoch jeden. Sie geht einher mit einer ergebnisorientierten Arbeit (2), der Transparenz bezüglich der Aufträge, der Zuständigkeiten, der Verantwortlichkeiten und der Ergebnisse (3), sowie mit dem Streben nach einer ständigen und kontinuierlichen Verbesserung (4) und einer professionellen Zusammenarbeit (5).
Empowerment : Das Personal, die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital unserer Organisation. Ihre Einbeziehung, ihr Engagement oder ihre Einsatzbereitschaft sind eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Arbeit. Diese Einbeziehung findet ihren Ausdruck in der Verfügbarkeit, der Solidarität und im Stolz, zur föderalen Polizei dazuzugehören.
Motivation : Der Enthusiasmus, die Zufriedenheit, Initiative zeigen, die Lernbegeisterung, die Verfügbarkeit,… Die Leiter sollten vermeiden, dass die Motivation der Mitarbeiter unerwartet abfällt. Feedback zu den Leistungen, eine abwechslungsreiche Arbeit und die Wertschätzung, lassen die Zufriedenheit und die Motivation steigen.
Kompetenzen : Die Mittel par excellence bei der föderalen Polizei sind das Fachwissen, das Know-how, die Spezialisierung und die Erfahrungen ihrer Personalmitglieder. Um das Niveau der Kenntnisse zu halten, investiert die föderale Polizei in die Ausbildung und die Entwicklung der Kenntnisse. Dies ist auch eine strategische Zielsetzung des NSP 2008-2011, ebenso wie die Steigerung der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter.
Leistung : Pragmatismus, Effizienz und Effektivität sind hier die Schlüsselwörter. Die überflüssigen Verfahren und die Bürokratie sind abzuschaffen. Auf Ebene der Unterstützung passt die föderale Polizei ihre Dienstleistungen so weit es geht an die Erwartungen der Interessehabenden, beispielsweise der lokalen Polizeidienste, an.
Transparenz : Die Transparenz ist gleichzusetzen mit der Öffnung zu Behörden und zur Bevölkerung, die beispielsweise erreicht wird dank des nationalen Sicherheitsplans (NSP), der alle vier Jahre die Vorgehensweise, die Prioritäten und die Zielsetzungen der föderalen Polizei festlegt. Der NSP wird vom Minister des Innern und der Justiz gebilligt und dem Parlament und der Bevölkerung vorgestellt. Die föderale Polizei informiert regelmäßig über ihr Vorgehen und die erreichten Ergebnisse (Pressemitteilungen, Jahresberichte, ...) und legt ferner bei ihren Behörden Rechenschaft ab.
Transparenz bedeutet ebenfalls die Öffnung zu den Partnern, beispielsweise zu den lokalen Polizeidienststellen, indem das Unterstützungsangebot offen dargelegt wird.
Schließlich bedeutet Transparenz ebenfalls die Öffnung zum Personal, welches klare und deutliche Informationen über die Personalpolitik erhält. Die Informationen werden an alle Personalmitglieder übermittelt.
Dynamik : Evolution und Flexibilität haben immer einen Platz in einer Organisation; Das Streben nach Leistung und Verbesserung muss ständig vorhanden sind. Die föderale Polizei muss zudem ein vielfältiges Dienstleistungsangebot anbieten, um effizient zu sein und die Erwartungen so gut wie möglich erfüllen zu können, ohne dass dieses Angebot übertrieben wirkt. Die Kohäsion, die Kohärenz und die Geschlossenheit der zusätzlichen Bestandteile (lokale und föderale Polizei) dürfen nie aus den Augen verloren werden.
Innovationen : Die verfügbaren Technologien entwickeln sich in einer rasanten Geschwindigkeit. Für die Polizeidienste ist es unerlässlich, innovativ zu sein und die Vorteile des technischen Fortschritts zu nutzen, um die Unsicherheit effizient bekämpfen zu können. Die ADN-Analysen, die Lokalisierung durch GPS, die Gesichtserkennung, die ballistische Analyse und die digitalen Radaranlagen, welche die Kennzeichen automatisch erkennen, sind nur einige von vielen Beispielen.
In neue Technologien und Methoden investieren ist ebenfalls unbedingt notwendig in nicht operativen Bereichen, zwecks Gewährleistung eines modernen Betriebs (bsp. Automatisierung der Verbreitung von Kenntnissen und Informationen, der elektronische Schalter und Fernlehrgänge, die Online-Verwaltung). In dieser Hinsicht sollten so viele öffentlich-private und internationale Zusammenarbeitsmöglichkeiten wie möglich genutzt werden (bsp. der Austausch von hochtechnologischem Material).
Das Streben nach Neuerungen und nach technologischem Fortschritt muss im Gleichklang zu einer nachhaltigen und ökologischen Verwaltung stehen. Die Polizeibeamten müssen ebenfalls diese sozialen Themen aufgreifen.
Erkannt und anerkannt werden :Die Identifizierung geschieht durch den Stil und die « internen » Standards: die Uniform, Logos, das Striping,... Sie geht jedoch über die visuelle Identität hinaus. Jeder kann zum Image der föderalen Polizei beitragen. Das Image ist die sichtbare Wiedergabe der Vision und der Werte der föderalen Polizei. Die Haltung und das Auftreten sind ihrerseits Ausdruck der Stellung und der Rolle der föderalen Polizei in der Landschaft der integrierten Polizei: ein qualitativ hochwertiger Polizeidienst mit spezialisierten und motivierten Mitarbeitern, der überzeugt ist, dass sein Beitrag zu einem integrierten Polizeidienst von wesentlicher Bedeutung ist. Dieses Image prägt jedes Personalmitglied des Einsatzkaders oder des Verwaltungs- und Logistikkaders der föderalen Polizei. Die Mitglieder der föderalen Polizei stellen ihr Know-how zur Verfügung, und zwar in ihrem jeweiligen Fach- oder Spezialgebiet.

WERTE
Der Kodex der Berufspflichten : Der Kodex der Berufspflichten der Polizeidienste trat am 30. Mai 2006 in Kraft. Er befindet sich in der Anlage des Königlichen Erlasses vom 10. Mai 2006 und definiert die Berufspflichten der Polizeidienste. Er enthält 81 Punkte.
Das « Exodus-Gesetz » vom 26. April 2002 über die wesentlichen Elemente des Statuts der Personalmitglieder der Polizeidienste beschreibt die offizielle Verpflichtung, einen Kodex für Berufspflichten zu erstellen.
Dieser gilt für alle Personalmitglieder der föderalen Polizei und der lokalen Polizei, sowohl für die Mitglieder des Einsatzkaders als auch für die Mitglieder des Verwaltungs- und Logistikkaders. Dieser Kodex strebt die gute Arbeitsweise der Polizeiorganisation an, definiert die korrekte Ausübung der Polizeifunktion und veranschaulicht weitere Aspekte der Berufsethik des Personals, beispielsweise die beruflichen Unvereinbarkeiten, die zivilrechtliche Haftung, die Zeichen der Anerkennung, usw.
Der Kodex der Berufspflichten ist vor allem ein individuelles Werkzeug, ein Leitfaden zwecks Förderung der Integration der Werte und der angemessenen und richtigen Verhaltensweisen. Er definiert den Arbeitsrahmen, die Rechte und Pflichten der Leiter sowie der Mitarbeiter.
Schließlich steht der Kodex der Berufspflichten für die Transparenz gegenüber der Bevölkerung. Er richtet sich ebenfalls an die Bürger, die wissen sollen, was sie von der Polizei erwarten und fordern können.
Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter der Rubrik « Integrität und Berufsethik » auf www.hrpol.be.
Die Werte der integrierten Polizei : Die Wertecharta der integrierten Polizei ist Teil des 3. Teils des Kodex der Berufspflichten.
Integrität : Die Behörden und die Bevölkerung müssen auf eine integrierte und unparteiische Polizei zählen können. Sie ist vorwiegend damit beschäftigt darauf zu achten, dass die Gesetze und Vorschriften beachtet werden gemäß dem Prinzip « alle sind vor dem Gesetz gleich ». Selbstverständlich ist auch das Polizeipersonal verpflichtet, diese Gesetze und Vorschriften einzuhalten. Würde das nicht geschehen, käme es zum Verlust von Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Weder der Bürger, noch die Behörden würden hinnehmen, dass die Polizei die Einhaltung der Vorschriften kontrolliert, die sie selbst nicht beachtet, ob es sich nun um Hausordnungen oder aber um Gesetze handelt. Die Tatsache, dass die Polizei als Machtmonopol auftritt und in gewissen Fällen auf Zwangsmaßnahmen zurückgreifen kann, unterstreicht die Wichtigkeit des Wertes Integrität (Ist es gesetzmäßig? Gibt es keine andere Lösung? Ist es verhältnismäßig?).
Respekt : Der Begriff Respekt ist ein weites Feld. Er umfasst sowohl den Selbstrespekt, den Respekt von anderen, von Behörden, von Mittel, als auch die Loyalität.
Offenheit : Bedeutet besonders die Förderung der Diversität, die Anpassungsfähigkeit, kritisch und konstruktiv zu sein, den Leuten zuzuhören, die Transparenz, Teamarbeit,…
Flexibilität : Bedeutet eine große Anpassungsfähigkeit, die Fähigkeit zuzuhören, Probleme zu lösen, einem Mehrwert zuzustreben, sich fortzubilden, die Professionalität, die Kreativität, …
Dienstgeist : Umfasst Begriffe wie die innere Bereitschaft, die Effizienz, die Qualität des Dienstes, die Professionalität, die Lösung der Probleme, ...
Stolz, dazuzugehören : Und zwar zur föderalen Polizei. Dieser Wert umfasst Begriffe wie Solidarität, Korpsgeist, Stolz, Beteiligung, Teamgeist, Zusammenhalt, ...
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