Strategie
Die Direktion der Ausbildung (DSE) ist seit 2001 damit beauftragt, alle Ausbildungen auf nationaler Ebene in die Wege zu leiten, zu koordinieren, zu bewerten und zu vereinheitlichen. Diese Ausbildungen unterstützen die Personalmitglieder der integrierten Polizei dabei, ihre Arbeit effizienter zu gestalten.
DSE befasst sich damit, die Erwartungen des Personals, in Absprache mit den verschiedenen verantwortlichen Ebenen, umzusetzen und in erwünschte Kompetenzen zu wandeln. Sie erteilt ferner die Akkreditierungen für die Ausbildungen und stützt dich dabei auf die Zulassungsakten, die die Polizeischule ihr vorlegt. Sie beaufsichtigt die Qualität und die Korrektheit der Ausbildungen. DSE erstellt jährliche Ausbildungspläne für die integrierte Polizei und dies in enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern und auf Grundlage der nationalen und zonalen Sicherheitspläne. Dabei berücksichtigt sie die Ausbildungsprioritäten des NSP.
Der Gedankenaustausch sowie die Konzertierung mit ihren zahlreichen Partnern sind für die Direktion vorrangig.
Die Direktion der Ausbieldung verfolgt das Ziel, die Qualität des Dienstleistungsangebots zu verbessern. Die Ausbildung leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag, beispielsweise dadurch, dass Wissen vermittelt wird und dass die Personalmitglieder der integrierten Polizei neue Kompetenzen erwerben, ihre Kenntnisse auffrischen und erweitern. DSE strebt eine Modernisierung der Polizeiausbildung an, sowie eine schrittweise Anpassung an das Bologna Verfahren. Die Anwendung der Bologna-Verträge führt zu einer Verbesserung der Qualität der Ausbildungen, fördert den Austausch mit dem freien Unterrichtswesen und ermöglicht die Gleichstellung ausgestellter Diplome. Erreicht werden kann dieses Ziel durch die Bereitstellung des auf dem Gelände vorhandenen Fachwissens, durch die verstärkte Zusammenarbeit, durch das Eingehen von Partnerschaften und durch den Austausch von Fachwissen mit den externen Schulungsinstituten (Universitäten und Hochschulen) in Synergie mit dem Forschungsbereich.
Die Vereinheitlichung aller Ausbildungskurse ist demnach von wachsender Bedeutung. Die Entwicklung des Zentrums für Dokumentation und Polizeifachwissen, die Kollegien der Direktoren der Polizeischulen, die pädagogischen Ausschüsse (PCP) in Bezug auf verschiedene Polizeithemen, die Zelle Qualitätsüberwachung, usw. spielen hierbei eine wesentliche Rolle.

Zusammensetzung
Seit der Reform der Polizeidienste vom 1. März 2007 zählt die Direktion auf föderaler Ebene drei Polizeischulen:
- die föderale Schule,
- die nationale Ermittlerschule,
- die nationale Offiziersschule.
Sie arbeitet ferner eng mit einem Netzwerk von 10 zugelassenen Schulen zusammen.
Zur Direktion der Ausbildungen gehören ebenfalls:
- das Zentrum für Wissen,
- die Dienststelle Ausbildungsplan und pädagogische Ausschüsse,
- die Dienststelle Ausbildungsakkreditierungen,
- die Zelle Qualitätsüberwachung,
- die Zelle Personal, Logistik/Infrastruktur und Budget.
Die föderale Schule
Die föderale Schule (DSEF) gehört zu den drei föderalen Schulen der Direktion für Ausbildung. Sie ist in Brüssel ansässig, im Komplex Géruzet, verfügt jedoch auch über 4 Gelände jeweils in Vottem, Jumet, Gent und in Antwerpen.
Sie verfügt über zwei große Abteilungen, die Abteilung " Unterstützung " und die Abteilung " Ausbildung ". Letztere verfügt über Ausbilder, die fünf Gruppen mit verschiedenen Themenbereichen zugeteilt sind (Polizeiarbeit, Verkehr, Gewaltbeherrschung § Sport, Informatik und allgemeine Ausbildungen).
DSEF organisiert und veranstaltet Ausbildungen, die auf die Grundausbildung angehender spezialisierter Hauptinspektoren und Kommissare vorbereiten, sowie diverse Funktionsausbildungen, zahlreiche Weiterbildungen und die Zertifizierungsausbildungen für CALog. Hervorzuheben ist jedoch auch, dass sich die Ausbildungstätigkeiten von DSEF, angesichts ihrer Stellung innerhalb der föderalen Ausbildungsstruktur, vorwiegend an die Personalmitglieder der föderalen Polizei richten, ohne jedoch die Mitglieder der lokalen Polizei an dieser Stelle ausschließen zu wollen.
Sie bietet ebenfalls ihre Unterstützung an in Form einer Bereitstellung ihrer Ausbilder und ihres Fachwissens an externe Partner. Diese externen Partner sind vor allem die zugelassenen Schulen und zahlreiche Polizeizonen, sowie verschiedene Organe, beispielsweise das Ausländeramt, das Zentrum für Chancengleichheit, der FÖD Verteidigung, die TEC, die CEFIG und viele andere.
Die nationale Offiziersschule
Die nationale Offiziersschule (DSEO) organisiert die Grundausbildung künftiger Polizeikommissare sowie die Ausbildung der Polizeihauptkommissare.
Die Schule veranstaltet ferner weiterbildende Schulungen und Funktionsausbildungen und stellt ihr Fachwissen allen Polizeidiensten der föderalen sowie der lokalen Polizei zur Verfügung.
Schließlich ist die Schule zuständig für die Veranstaltung der Zertifizierungsausbildungen des Zivilpersonals des Niveaus A der Polizei.
Die Schule spielt eine aktive Rolle im CEPOL-Netzwerk (Europäisches Polizeikollegium), wobei sie zum einen eine Vorreiterrolle spielt, zum anderen als Partner anderer europäischer Länder auftritt. Sie ist aktives Mitglied der Vereinigung der europäischen Polizeikollegien ‘Association of European Police Colleges’, der sie auch vorsitzt. Einige unserer Schulungsmodule sind ebenfalls den Kollegien anderer Mitgliedstaaten zugänglich.
Die Schule vertritt eine Politik der Öffnung. Die Kursleiter sind meist Externe, darunter Polizeibeamte, Magistrate, Professoren oder Sachverständige. Dieses Streben nach einer Öffnung nach Außen bedingt die aktive Teilnahme der Schule an Universitätsvereinigungen.
Die Schule leitet ihre Tätigkeiten in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern und strebt eine fortwährende Verbesserung ihrer Aktivitäten an.
Die nationale Ermittlerschule
Die nationale Ermittlerschule (DSER) veranstaltet gerichtliche Funktionsausbildungen in den Bereichen der spezialisierten Kriminalpolizei (Ermittlerdiplom), der technischen und wissenschaftlichen Polizei, der operativen Kriminalanalyse, der Computerkriminalität, der besonderen Ermittlungsmethoden und der Verhaltensanalyse.
Sie bietet den lokalen und föderalen Ermittlungsdiensten ebenfalls Fortbildungen in diesen Bereichen an.
Sie beteiligt sich an der Vereinheitlichung des Schulungsverfahrens und dies unter Beachtung der Kompetenzmatrix, in der die Grundausbildungen, die Funktionsausbildungen und Fortbildungen enthalten sind, die durch die verschiedenen Niveaus des Einsatzkaders durchlaufen werden müssen.
Das Fachwissen der Kursleiter dient der Vereinheitlichung der Grundausbildung.
Die Schule leistet einen Beitrag beim Aufbau von Synergien mit dem Gerichtswesen und den Polizeikreisen.
Das Zentrum für Wissen
Das Zentrum für Wissen (DSEK) strebt danach, den Personalmitgliedern der Polizei die Möglichkeit zu bieten, sich auf einfache und zuverlässige Weise zu informieren, informiert zu bleiben und somit ihre Kenntnisse und ihr Wissen in den verschiedenen Berufssparten, in denen sie aktiv sind, beizubehalten und zu erweitern. Sie erreicht dies unter Rückgriff auf ihre spezialisierten Fachkenntnisse und professionellen Werkzeuge, die sie selbst verwaltet.
Dieses Zentrum stützt sich auf ein umfassendes Netzwerk von Partnern und Sachverständigen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Dies erreicht DSEK durch:
- das Sammeln, die Archivierung und die Bereitstellung von Dokumentation und von polizeilichem Wissen für die Polizeidienste, insbesondere durch die Leitung und Verwaltung:
- von PolDoc, der Dokumentationsseite der Polizeidienste, die über Internet und Intranet abrufbar ist;
- einer spezialisierten Bibliothek, die vor Ort besucht werden kann und deren Katalog online über Internet abgerufen werden kann;
- eines Helpdesks, der zuständig ist für die Verarbeitung der Dokumentationsanfragen (Ausleihe, Kopien und Dokumentationssuche).
- die Errichtung, Belebung und Nutzung von Sachverständigen-Netzwerken, um für eine effiziente Verbreitung der Dokumentation zu sorgen, als auch die Entwicklung, die Formalisierung und Bekanntmachung von polizeilichem Wissen. Dies geschieht vorwiegend durch:
- die Bereitstellung des Guide d’Intervention Terrain (GIT), eines Leitfadens, der Standardvorgehensweisen für polizeiliche Einsätze enthält;
- die Verbreitung von InfoLegis, einer Ausgabe mit Referenzen zu den wichtigsten neuesten Gesetzestexten und mit praktischen Zusammenfassungen;
- die Bereitstellung in PolDoc von thematischen Referenzakten mit Referenzdokumenten und Syntheseordnern für ein bestimmtes Themengebiet;
- ihre Partnerschaft mit der Direktion für Telematik (DST), unter dem Gesichtspunkt der administrativen Vereinfachung und der Entwicklung hin zu einer einheitlichen Informatikplattform für die integrierte Polizei, und ihre Entwicklung und Verbreitung von Standards in Bezug auf den Briefwechsel sowie von Informatikwerkzeugen, die eine einfache, wirksame und automatische Verwaltung des schriftlichen Kommunikationsprozesses ermöglichen;
- die Bereitstellung einer spezialisierten professionellen Unterstützung im Bereich der Übersetzungen und der Simultanübersetzungen, so dass die föderalen Einheiten die Einheiten auf dem Gelände unterstützen können.
Dienststelle Ausbildungsplan & Konzertierungsplattformen
Die Dienststelle Ausbildungsplan beschäftigt sich vorwiegend mit der dynamischen Betreuung des Ausbildungsplans, mit der Entwicklung dieses Plans und seiner Ausarbeitung für das nächste Jahr.
Dieser Auftrag kommt den GAM (goal account manager) zu, die die Verbindung herstellen zwischen den betroffenen Partnern der verschiedenen Kursbereiche. Sie leiten zu diesem Zweck die Konzertierungsplattformen (PCP).
In diesen PCP wird die Schulungsstrategie hinsichtlich einer betroffenen Thematik festgelegt.
Verschiedene Projekte werden eingeleitet und umgesetzt. Die Arbeitsgruppen, die aus den PCP hervorgehen, sind wahre Fachzentren, die die während der verschiedenen Ausbildungen verwendeten pädagogischen Mittel stärken, zahlreiche, ihr Themenbereich tangierende Projekte einleiten, die Schulen anregen, neue Ausbildungen im Hinblick auf durchgeführte Bedarfsanalysen zu schaffen, …
Das Zielvorhaben der Dienststelle ist es, die Ansichten über den betreffenden Themenbereich im Bereich der polizeilichen Schulung immer weiter voranzutreiben und zu verbessern.
Dank:
- der Flexibilität ihrer Einrichtung,
- der zahlreichen Partner und der vertretenen Sachverständigen (sowohl externe als interne),
- ihrer Ausrichtung an die strategischen Achsen der Polizei,
- ihrer projektorientierten Verwaltung und ihres Rückgriffs auf Netzwerke,
sind die PCP in der Lage, angesichts der Erwartungen der Polizeimitglieder, die Ausbildungen noch kohärenter zu gestalten, sowohl was den Inhalt als auch die Form der Schulungen anbelangt.
Dienststelle Akkreditierung der Ausbildungen
Das Akkreditierungsverfahren für Ausbildungen ist eine der großen Stufen beim Ausbildungsverfahren. Ist der Ausbildungsbedarf erst mal ermittelt und wurde die Organisation einer Ausbildung erst bestimmt, erstellen die Ausbildungsleiter ein besonderes Lastenheft für die künftige Ausbildung (Akkreditierungsakte) und legen es dem Minister zur Zustimmung vor. Im Normalfall ist die Dienststelle "Akkreditierung der Ausbildungen" der Direktion der Ausbildung damit beauftragt, die Akte zu überprüfen und eine entsprechende Akkreditierung zu erteilen.
Zelle Qualitätsüberwachung
Diese Dienststelle ist damit beauftragt, einen Beitrag zu leisten zur Gewährleistung und Verbesserung der Qualität der polizeilichen Ausbildungen aller zugelassenen Schulen und der Schulen der föderalen Ebene, wobei sie sich auf die Prinzipien der Exzellenz bei der Polizeiarbeit und der Partnerschaft stützt.
Das Organ "Qualitätsüberwachung" ist mit folgenden Zielsetzungen beauftragt:
- Alle Ausbildungspartner besuchen und informieren;
- Das Qualitätsniveau der in den zugelassenen Schulen und in den Polizeischulen der föderalen Ebene unterrichteten Kurse bewerten, indem sie an den Unterrichtsstunden teilnimmt. Ziel ist es, Unterschiede in den Ausbildungstätigkeiten festzustellen, sowie die Qualitätsstandards, die pädagogischen Normen und die Begleitungsnormen der Polizeischulen zu überprüfen;
- Die Veranstaltung von Tests zur Bewertung der Qualität der durch die Polizeischulen vermittelten Ausbildungen;
- Die pädagogischen Befähigungen sowie die Aktualisierung der Ausbildungen bewerten;
- Initiativen unterstützen, die zur Verbesserung der Ausbildungsqualität beitragen;
- Empfehlungen verfassen über die Verbesserung der Qualität der Ausbildung zu Gunsten der Verantwortlichen der betroffenen Polizeischulen sowie anderer Behörden;
- Einen Jahresbericht über die eigenen Tätigkeiten verfassen;
- Einen Beitrag leisten zur Erstellung eines allgemeinen Jahresberichts über die Ausbildungen.
Zelle Personal, Logistik/Infrastruktur und Budget
Die Zelle Personal, Logistik/Infrastruktur und Budget der DSE ist zuständig für eine optimale und zentralisierte Verwaltung der Ausbildungsstruktur der DSE, des Zentrums für Wissen, der föderalen Schule, der nationalen Offiziersschule und der nationalen Ermittlerschule.
Ihr vorwiegendes Ziel ist das Einführen übergreifender und optimaler Verfahren innerhalb der bestehenden Strukturen, um die Kohärenz der Verwaltung zu verbessern. Zu diesem Zweck wurden 3 große zentralisierte Dienststellen geschaffen: die Zelle Budget, die Zelle HRM, die Zelle Logistik/Infrastruktur.
Die zugelassenen Schulen
Die zugelassenen Schulen bilden eigenständige dezentralisierte Zentren. Sie bilden einen lokalen Schwerpunkt, der notwendig ist für eine gute Entwicklung und für das Auffrischen des Fachwissens aller Personalmitglieder der integrierten Polizei in den Polizeizonen und in den Provinzen.
Zudem sind sie aufgrund ihrer Stellung besser in der Lage, auf den lokalen Ausbildungsbedarf einzugehen. Sie veranstalten die Grundausbildungen für Hilfsbeamte, Inspektoren und Hauptinspektoren und leisten gemeinsam mit den föderalen Schulen einen Beitrag zur Entwicklung zahlreicher Fortbildungen, Funktionsausbildungen und Zertifikationsschulungen.
Das Verhältnis zwischen DGS/DSE und ihren Ausbildungspartnern erhält durch ein Kollegium der Direktoren der Polizeischulen und der zahlreichen PCP (Konzertierungsplattformen) über verschiedene Polizeithemen Gestalt.
Die 10 zugelassenen Polizeischulen sind auf dem gesamten belgischen Staatsgebiet verteilt:
- Académie de police Emilien Vaes, APPEV, in Jurbise.
- Ecole régionale et intercommunale de police, ERIP, in Brüssel.
- Gewestelijke en Intercommunale Politieschool, GIP, in Brüssel.
- Institut provincial de formation des agents des services publics, Centre provincial d’entraînement et d’instruction de la police, in Seraing.
- Institut provincial de formation in Namur.
- Oost-Vlaamse Politieacademie, OPAC, in Gent (Mendonk).
- Campus Vesta - politieopleiding in Antwerpen.
- Provinciaal Instituut voor Vorming en Opleiding, Trainings- en opleidingscentrum voor politie, PIVO, in Asse.
- Provincie Limburg Opleiding & Training, PLOT, in Genk.
- West-Vlaamse Politieschool, WPS, in Zedelgem.