Für den Zeitraum 2008-2011 hat die Regierung
entschieden, die unten stehenden Sicherheitsphänomene
als vorrangig zu betrachten,
insbesondere wenn die Verbrechen auf organisierte
Weise verübt werden:
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Bestechung |
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Schwerer oder organisierter Betrug |
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Geldwäsche |
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IT-Kriminalität |
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Umweltkriminalität |
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Terrorismus |
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Herstellung von Drogen und Drogenhandel |
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Illegale Einwanderung und Menschenschmuggel |
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Menschenhandel – wirtschaftliche Ausbeutung |
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Menschenhandel – sexuelle Ausbeutung |
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Schwere Gewaltverbrechen |
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Eigentumsverbrechen mit besonderem Schwerpunkt die umherziehenden Tätergruppen |
Im nationalen Sicherheitsplan werden auch andere wichtigen Sicherheitsprobleme angesprochen, beispielsweise Mord und Totschlag, Sexualverbrechen,
Entführung und Geiselnahme. Es ist schwieriger diese Phänomene auf eine integrale Art und Weise anzugehen. Jede einzelne Tat erfordert hingegen eine (reaktive) qualitative Vorgehensweise, denn es handelt sich um ernste Verletzungen der körperlichen Unversehrtheit der Personen.
Für diese Taten strebt die föderale Kriminalpolizei eine verbesserte Qualität der Abwicklung des gerichtlichen Verfahrens an, mit einem besonderen Augenmerk auf die Opfer. Sie ist auch beteiligt an der Verfassung von Richtlinien und operativen Szenarien für die oben erwähnten Phänomene.

Annäherung an die kriminellen Organisationen und die organisierte Kriminalität
Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität richtet sich hauptsächlich auf die Täter, auf die Strukturen, die sie für die Entwicklung der illegalen Tätigkeiten gegründet haben, und auf die Mittel, die sie verwenden, um den Fortbestand der kriminellen Organisation zu gewährleisten. Auf die von einer einzelnen Person verübten Taten, die manchmal sehr unterschiedlich sind, ist also nicht der Hauptaugenmerk gerichtet.
Eine strategische Vorgehensweise setzt eine gute Übersicht der aktiven kriminellen Organisationen voraus. Diese Kenntnisse werden gesammelt anhand die Daten über die Ermittlungen gegen kriminelle Organisationen gesammelt werden. Qualitative Analysen, Informationen von anderen belgischen oder ausländischen Dienststellen oder von bestimmten, Quellen ergänzen diese Daten. Um mögliche Entwicklungen eines Phänomens vorwegzunehmen, wurden
neue multidisziplinäre Analyseinstrumente, wie die Risikoanalyse entwickelt. So wird das Phänomen in einem viel weiterem Rahmen als in dem der polizeilichen
Daten betrachtet.
Im taktischen Bereich wird bestimmt welche Mittel verwendet werden, um die kriminellen Organisationen zu bekämpfen. Es handelt sich sowohl um die präventive und die verwaltungsmäßige Vorgehensweise (zum Beispiel Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbehörden während Kontrolleinsätzen in empfindlichen Bereichen, die Wirtschafts Sektoren anregen, die Möglichkeiten, welche die kriminellen Organisationen verwenden, einzuschränken oder zu beseitigen, ...) als auch um die gerichtliche oder repressive Vorgehensweise durch die Entwicklung von wirksamen Untersuchungsmitteln,
um die anvisierten Organisationen zu bekämpfen.
Die einsatzbezogene Vorgehensweise richtet sich gegen spezifische Tätergruppen, die von den dekonzentrierten Direktionen bekämpft werden.